Sonntag, 24. Januar 2016

Life Lessons

Ich habe dazu gelernt. Über mein Herz. Und im ersten Moment kam mir die Art, wie ich diese Lektion lernen musste, sehr hart vor.

Wir haben uns für eine große, schöne Wohnung beworben und ich war mir sicher, dass wir sie bekommen würden. Wir hätten die Wohnung ganz anders nutzen können als unsere jetzige Wohnung: mehr Gastfreundschaft leben, die Teens aus unserer Kirche einladen, Zimmer untervermieten und Gemeinschaft anbieten, ... wir wollten diese Wohnung Gott zur Verfügung stellen. Darum war ich sicher, wir würden sie bekommen.
Nach zwei langen Wochen endlich die ersehnte Rückmeldung:
wir haben die Wohnung nicht bekommen...


Das war nun nicht mein Plan. Ich dachte, mein Plan und Gottes Plan stimmen überein, aber offensichtlich war das nicht der Fall. "Gott hat einen besseren Plan für uns" ermutigte Tobias mich, aber ich war wirklich enttäuscht. Die ganze Nacht hat mein Herz gebraucht, um zu verstehen, was mein Kopf längst wusste:
Gottes Plan ist besser.
Die Enttäuschung verschwand langsam.

Heute habe ich bei einem Winterspaziergang Gott gedankt, dass wir die Wohnung nicht bekommen haben. Er wusste es so viel besser. Was ich aus diesen Ereignissen gelernt habe, macht mich so viel reicher als die neue Wohnung es je könnte. Denn ich habe etwas wichtiges über mein Herz gelernt:


Ich dachte, ich hätte die Wohnung verdient. Weil mein Mann und ich viel in der Kirche helfen und es diese Arbeit erleichtert hätte. Weil wir eine gute Vorstellung davon hatten, wie wir die Wohnung nutzen würden. Aber ich habe mir überhaupt nichts verdient!
Ich habe das Glück, in Deutschland geboren zu sein, daher ist der Zugang zu Bildung für mich selbstverständlich. Weil ich das Abitur habe und studieren kann, weil unsere Eltern uns unterstützen, weil ich einen Mann habe, der Geld verdient, darf ich in einer wunderschönen Wohnung leben, zu zweit auf über 60qm. Das ist Luxus. Purer Luxus.
Und ich bin nicht zufrieden. 
Als mir das klar wurde, habe ich geweint. Im Mai gehen wir nach Uganda und werden mit dem Leid der Menschheit konfrontiert. Wir werden damit konfrontiert, dass andere auf unsere Kosten leiden und ausgebeutet werden. 
Ich dachte ehrlich, ich muss meine Teilnahme beim Muskathlon zurückziehen. Wie konnte es sein, dass mein Herz so stolz ist? Ich schäme mich für meine Gedanken. Und ich bin so froh, dass wir die Wohnung nicht bekommen haben. Ich bin so froh, dass ich lernen darf. Ich bin so froh, dass Gott gnädig ist. Ich bin so froh, dass er mein Herz erneuert. Ich bin so froh, dass Gott den Plan hat und ich ihm folgen darf. Und ich bin so froh, dass ich beim Muskathlon teilnehmen darf. 
Ich bin gespannt, was ich noch lernen werde und was Gott noch für mich vorbereitet hat.


Love,
Anni

Freitag, 22. Januar 2016

Friede



Meinen Frieden gebe ich euch. Nicht den Frieden, den die Welt gibt, sondern meinen Frieden. 
- Jesus
aus Johannes 14

Dienstag, 12. Januar 2016

Halbzeit - Noch 5 Monate bis zum Muskathlon

Diese Woche wurden die Spendenstände auf der Muskathlonhomepage aktualisiert, und: OH GROßE FREUDE!




Wir haben die Hälfte des Ziels erreicht. 








Zusammen haben wir bereits ein bisschen mehr als 10000€ an Spenden gesammelt, bzw. haben wir 7 Patenschaften vermittelt und knapp 4000€ an Spenden bekommen. 

Das ist wirklich so krass und so eine Freude für uns.
7 Kinder dürfen in Jesu Namen aus Armut befreit werden.
7 Kinder dürfen Briefe aus einem anderen Land erhalten, die ihnen sagen, dass sie toll und geliebt sind!
7 Kinder dürfen sich einfach FREUEN und KINDER SEIN!
Und 4000 Euro werden auch dazu investiert, diesen Kindern zu helfen.

Ich möchte DANKE sagen, an die Spender und neuen Paten! Ihr seid klasse und wir schätzen eure Unterstützung sehr. Macht euch aber bewusst, dass ihr nicht uns unterstützt, sondern ein wertvolles, junges Kinderleben! Wir werden vor Ort sein und laufen - aber ihr kämpft genau so für Gerechtigkeit durch euer großzügiges Geben!

Hier steigt heute eine kleine Freudentanzparty - tanz mit und freu dich einfach mit uns und mit den Kindern in Uganda!

Love,
Anni

Sonntag, 10. Januar 2016

Der Zehnte

Heute ist der zehnte Januar und ich habe mir Gedanken über den Zehnten gemacht. Nicht über den zehnten Tag, sondern über den zehnten Teil. Der zehnte Teil, das sind 10% von dem, was ich habe. Quasi drei Paar Schuhe *hüstel*, vielleicht ein Brot im Monat oder eine Reihe Schokolade, sechs Quadratmeter unserer Wohnfläche, fast 17 Stunden in der Woche oder eben eine gewisse Summe Geld im Monat. Bei mir als Studentin ist die leider verschwindend gering. 
Was ist nun mit diesem zehnten Teil?


Ich, der allmächtige Gott, fordere euch nun auf: Bringt den zehnten Teil eurer Ernte in vollem Umfang zu meinem Tempel, damit in den Vorratsräumen kein Mangel herrscht! Stellt mich doch auf die Probe, und seht, ob ich meine Zusage halte! Denn ich verspreche euch, dass ich dann die Schleusen des Himmels wieder öffne und euch mit allem überreich beschenke. 
 Maleachi 3, 10

Der zehnte Teil von allem, was ich habe, gehört Gott. 
Ich gebe etwas weg und werde dadurch reicher. Das ist irgendwie Gottes Logik, die wir Menschen nicht verstehen können. Es ist wie mit der Liebe, wenn wir sie teilen werden wir auch selbst reicher. 
Ich gebe Gott ab von dem, was er mir geschenkt hat und er beschenkt mich noch mehr.

Warum erzähle ich dir davon? 

Ich möchte euch zu einer Jahresaktion herausfordern!

Und zwar werde ich euch immer am 10. Tag jeden Monats eine Organisation vorstellen, die ich mit einmalig 10€ unterstützen werde.
Ich fordere gleichzeitig dich dazu heraus, ebenfalls 10€ (oder einen anderen Betrag, der in deinen Möglichkeiten liegt) zu spenden! 10€ sind nicht viel, aber wenn sechs von uns 10€ spenden haben wir bei Show Hope schon zwei Monate Nahrung für ein Kind bezahlt! Großartig! Also frei nach dem Motto:


Bild von berlinstory-shop.de

Wie im Beispiel eben erwähnt, in diesem ersten Monat möchte ich heute an die Waisenarbeit in China spenden: Show Hope. Gegründet von dem christlichen Sänger Steven Curtis Chapman und seiner Frau setzt Show Hope sich für chinesische Waisen ein, sorgt für sie und bringt sie und ihre Familien zusammen.

So soll jeder für sich selbst entscheiden, wie viel er geben will, und zwar freiwillig und nicht aus Pflichtgefühl. Denn Gott liebt den, der fröhlich gibt. 
- 2. Korinther 9, 7
Wir müssen nicht spenden. Gott liebt mich auch, wenn ich nicht spende. Aber das Geben und Teilen ist für mich die logische Konsequenz. Ich habe genug, darum darf ich abgeben. Nicht nur, aber auch von meinem Geld. Ich überlege mir jetzt, wie ich meine 17 (oder mehr) Stunden nutze :)

Das war jetzt ein langes Posting, die nächsten 10/10 Posts werden dann nur die Organisation vorstellen, für die ich spenden möchte. Gerne könnt ihr mir auch Vorschläge in die Kommentare schreiben. Und jetzt die Spende nicht vergessen ;)

Love, 
Anni


Dienstag, 5. Januar 2016

Neues Jahr - neuer Blog?

Habt ihr gesehen? Ich hab den Blog ein wenig umgestaltet. So gefällt es mir jetzt besser. Sonst ändert sich nichts weiter, ein bisschen hab ich euch ja schon erzählt, beispielsweise, dass es keinen Listensonntag mehr geben wird.

Außerdem gibt es jetzt oben in der Auswahl die Rubrik "über mich", da könnt ihr mal stöbern gehen, falls ihr etwas über mich wissen wollt ;)

So, jetzt geh ich wieder in die Pause und schreibe brav an meiner Bachelorarbeit weiter :) Am 10. kommt dann der 1. Beitrag der speziellen, neuen Jahresreihe! Stay Tuned :)

Love,
Anni

Sturmstiller

Kennst du diese innere Unruhe? Du sehnst dich nach Veränderung, nach einem neuen Haarschnitt, danach, die Möbel umzustellen oder einfach auszubrechen und zu laufen, bis du an einem Ziel ankommst, das du nicht kennst? 
In mir tobt ein Sturm aus Gedanken, die sich hauptsächlich um die Bachelorarbeit drehen. Nachts lassen sie mich nicht schlafen und ich greife zur Bibel.



Und dann ist Jesus da und spricht nur ein Wort. 
"Da legte sich der ganze Sturm, und es wurde ganz still." (Markus 4, 39)

Ein Lied möchte ich euch ans Herz legen, das ich letzte Woche kennen lernen durfte.






Das ist alles. 
Love,
Anni

Unser dunkler Samstag - eine Ostertradition

Heute ist ein Tag des Aushaltens. Der Samstag zwischen Karfreitag und Ostersonntag. Ein Tag, den wir bewusst nutzen, um die Herzen unserer...